Warum heißt es eigentlich „Kondomgröße 52“?

Wer im Drogeriemarkt vor dem Regal steht, stolpert schnell über Zahlen wie 52 mm, 54 mm oder 57 mm. Aber was genau wird da eigentlich gemessen? Spoiler: Es ist weder die Länge noch der Durchmesser!

Hier ist die einfache Erklärung, was hinter der Kondomgröße steckt:
Es ist die „nominale Breite“. Wenn ein Kondom flach auf dem Tisch liegt, misst man die Breite an der flachsten Stelle kurz über dem Ring. Ein 52er-Kondom ist flach hingelegt also genau 52 mm (5,2 cm) breit.
Warum?
1. Herstellung: Kondome werden in der Fabrik flach zusammengepresst und aufgerollt. Die flache Breite ist für die Maschinen am einfachsten und präzisesten zu messen.
2️. Keine Verwechslung: Da Latex extrem dehnbar ist, wäre der reine Durchmesser im ungedehnten Zustand winzig. Würde man den Durchmesser auf die Packung drucken, würde das beim Kauf total verwirren.
Die Breite entscheidet über die Sicherheit. Die Länge ist bei fast allen Kondomen ähnlich (meist 18 bis 20 cm). Entscheidend für den Schutz ist die Breite: Ist es zu eng, kann es reißen. Ist es zu weit, kann es abrutschen.

💡Wie finde ich meine Größe?
Die Größe richtet sich nach dem Umfang des erigierten Penis. Da das Material dehnbar ist, gibt es dafür Tabellen (z. B. passt Größe 52 meistens bei einem Umfang von ca. 11,1 bis 11,6 cm). Und im Zweifel helfen Probier-Sets mit verschiedenen Größen.