HIV positiv – was nun?

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Diagnose „HIV-positiv“ – was nun?

Wenn Sie HIV-positiv sind, unterstützen wir Sie gern. Hier finden Sie interessante Informationen:

  • Begleitung: Ein Angebot für Menschen mit HIV, die mehr brauchen als eine Beratung.
  • Buddy-Projekt: Mit HIV-positiven Menschen in Einzeltreffen ins Gespräch kommen.
  • Selbsthilfegruppe: Andere Menschen mit HIV treffen, sich gegenseitig unterstützen.
  • HIV-Infektion: Wie verläuft die Infektion? Wann spricht man von Aids? Gibt es Heilungschancen?
  • Therapie: Welche Therapien helfen gegen HIV? Muss man mit Nebenwirkungen rechnen?
  • Kinderwunsch: Trotz HIV müssen Sie sich nicht von Ihrem Kinderwunsch verabschieden. Wir informieren Sie.

Sie wissen erst seit kurzem, dass Sie HIV-positiv sind?

Diese Situation ist nicht leicht auszuhalten. Ihr Leben verändert sich plötzlich und Sie haben sich das nicht mal selbst ausgesucht. Neue Dinge und Notwendigkeiten stürmen auf einen ein, das kann schnell zu viel werden. Gedanken drehen sich im Kreis: Wem soll ich es sagen? Bleibt mein/e Partner*in bei mir? Behalte ich meine Arbeit und meine Wohnung? Wer hilft mir, wenn ich krank bin? Kann ich noch Kinder bekommen?

Wir nehmen uns Zeit und sortieren diese Dinge mit Ihnen. Wir informieren Sie zu medizinischen, rechtlichen und sozialen Fragen und stellen uns auf Ihren individuellen Bedarf ein. Nur Mut! Sprechen Sie uns an. Auch ein Treffen außerhalb der Räume der Aids-Hilfe Dresden und das Gespräch mit HIV-positiven Menschen ist möglich.

Wie lerne ich andere Menschen mit HIV/Aids kennen?

Je nachdem welchen Wunsch Sie haben, ist das Gespräch „unter vier Augen“ mit einem Menschen mit HIV möglich. Sie können auch an Selbsthilfegruppen-Treffen teilnehmen.

Sie können über das Internetangebot sprungbrett.hiv Menschen mit HIV (Buddys) kennenlernen und ein Einzeltreffen vereinbaren.

Wie sieht die medikamentöse Therapie bei HIV aus?

Die Therapie bei HIV und AIDS hat sich in den letzten Jahren auf einem sehr hohem Niveau eingependelt. Voraussetzung ist frühzeitiges Wissen um seinen Status. Nach wie vor gilt aber: HIV ist behandelbar, jedoch nicht heilbar. Aufgrund der rasanten Entwicklung im Therapiebereich und der vielen damit verbundenen Fragen haben wir eine eigene Infoseite erarbeitet. Dort finden Sie auch Tipps zur sog. „alternativen“ bzw. komplementären Therapie.

HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen

Eine unbehandelte HIV-Infektion erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI) zu infizieren und umgekehrt. Das Immunsystem ist durch das Auseinandersetzen mit dem HI-Virus in gewisser Weise im „Dauerstress“ und kann sich nicht mehr gegen jeden Erreger zur Wehr setzen. Gleichzeitig erhöht sich bei manchen STI das Risiko, andere mit HIV zu infizieren. An geschädigten Körperstellen treten auch vermehrt HI-Viren auf.

Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen. Ansonsten hilft die Einhaltung einfacher Hygieneregeln (z.B. Hände waschen). Safer Sex und vor allem die Verwendung von Kondomen verringert das Risiko, sich mit einigen anderen STI anzustecken.

Sie wünschen sich Kinder?

Die Realisierung eines Kinderwunsches ist nach heutigem Wissenstand unproblematisch möglich. Gern sind wir Ihre vertrauensvolle Ansprechpartnerin. Überblicksartig haben wir Ihnen ein paar Informationen zusammengestellt.

Unterstützung in finanziellen Notlagen

Neben der Unterstützung bei sozialen Herausforderungen kann auch finanzielle Hilfe angeboten werden. Wenn weder das Sozialamt noch andere öffentliche Träger Leistungen gewähren, prüfen wir den Bedarf im Gespräch mit Ihnen.

Daraufhin erfolgt eine Antragstellung bei einer Stiftung (z.B. Deutsche Aids-Stiftung oder beim Fördergremium der Aids-Hilfe Dresden). Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Förderung bei finanziellen Notlagen.

Welche Impfungen sind sinnvoll?

Grundsätzlich wird allen Menschen mit HIV/Aids empfohlen, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. Es handelt sich um eine sogenannte „Indikationsimpfung“, die von der Krankenkasse finanziert wird. Bitte sprechen Sie dieses Thema in Ihrer hausärztlichen Praxis an oder lassen sich im Gesundheitsamt (AIDS/STI Beratung oder Impfstelle) beraten.

Auch eine Grippeschutzimpfung wird empfohlen. Zusätzlich sollten Sie im Rahmen von Reisevorbereitungen prüfen, ob Impfungen angebracht sind. Fast alle Impfungen sind mittlerweile trotz vorliegender HIV-Infektion möglich.

Gute Reise! – Tipps zur Reisegesundheit

Reisen bildet und öffnet den Blick. Damit Sie auch mit Ihrer HIV-Infektion einen angenehmen Urlaub verbringen können, haben wir Tipps und Infos zusammen gestellt. Einige Länder haben Einreisebeschränkungen für Menschen mit HIV/Aids. Hinsichtlich Klima und ortstypischen Infektionsrisiken sollten Sie sich ebenfalls vorab ausführlich informieren.

Broschüren und Beratung

Diese Internetseite bietet Ihnen ein breites Angebot an Themen und Informationen. Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, sind wir gern Ihre Ansprechpartnerin. Sie können sich bei uns persönlich beraten bzw. unterstützen lassen.

Im Büro der Aids-Hilfe Dresden ist weiterhin eine große Zahl von Broschüren und Veröffentlichungen für Menschen mit HIV verfügbar. Auf Wunsch schicken wir Ihnen diese gern zu. Hier finden Sie Informationen zur Materialbestellung.